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Rezension "Magazin
für Amerikanistik" - 03 / 2009
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Dieser dickleibige Roman hat es in sich. Er ist
Abenteuerlektüre vom Feinsten und fesselt von der
ersten bis zur letzten Seite.
Die Handlung spiel vor historischem Hintergrund
in Nordamerika zwischen 1755 und 1763. Der French-
& Indianwar wird von vielen Historikern heute als
"der wahre 1. Weltkrieg" bezeichnet. Er begann
im Waldland von Pennsylvania und dehnte sich weltweit
aus. Nicht nur die Hauptakteure, England und Frankreich,
sondern viele andere Staaten waren involviert.
In Europa hieß dieser Konflikt der "Siebenjährige
Krieg". Er kostete weltweit mehr als 800.000 Menschen
das Leben - eine unglaubliche Zahl in dieser Zeit.
Die Autorin befasst sich in ihrem Roman mit einigen
tatsächlichen Begebenheiten, die sie packend in
Szene zu setzen versteht. Es geht um Maria und
Barbara, die Töchter deutscher Auswanderer, die
sich in Pennsylvania niedergelassen haben. Ihr
Leben im Grenzgebiet zwischen Wildnis und Besiedelung
war hart und entbehrungsreich.
Als der Krieg zwischen England und Frankreich beginnt,
beziehen auch die Indianervölker Position. Sie
kämpfen für die eine oder andere Seite. Französische
Offiziere beauftragen ihre indianischen Verbündeten,
Siedler im Grenzgebiet zu überfallen. Bei einem
dieser Überfälle werden die Eltern von Maria und
Barbara getötet. Die beiden Mädchen werden verschleppt.
Zwangsläufig tauchen sie in die Welt der Delaware-Indianer
ein. Sie werden zu "Weißen Indianern", wie es
in jener Zeit nicht so selten war.
Die Autorin hat diese Geschichte mit großer Sachkenntnis
und viel Einfühlsamkeit entworfen und umgesetzt.
Ihre Sprache ist eindringlich und überzeugend.
Hervorragende
Leseunterhaltung und zugleich informativ. Sehr empfehlenswert.
Dietmar Kügler
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Rezension "Frankfurter
Stadtkurier" -
13.10.2009
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Rezension "AmerIndian
Research" - 04 / 2009
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Dieser Roman wird
den Leser mit Garantie an die Lederstrumpferzählungen
erinnern. Aber er ist auf keinen Fall ein Aufguss
dieser grandiosen Geschichte. Vielmehr ist es der
Autorin gelungen, ein eigenständiges Werk zu schreiben,
das sich teilweise auch mit dem großen Vorbild
messen kann.
Der spannend geschriebene Roman basiert auf den
tatsächlichen Erlebnissen zweier junger deutscher
Mädchen, die in den Wirren des French-Indian
War von den Delaware (Lenapé) enführt
und in deren Stamm aufgenommen wurden. Die beiden
Hauptheldinnen
hat es wirklich gegeben, ihre Geschichte ist belegt.
Jedoch hat Sarah Rubal die schriftstellerische
Freiheit genutzt und unter Einbeziehung tatsächlicher
Ereignisse eine sehr spannende Geschichte geschrieben.
So weiß man zwar, dass die beiden Frauen
in den Stamm aufgenommen worden sind, jedoch haben
sie
später, nach ihrer Rückkehr, keine Details über
ihren Aufenthalt bei den Lenapé erzählt.
Die Erlebnisse dort hat sich die Autorin zwar ausgedacht.
Jedoch
zeugt der Text von großer Sachkenntnis über
das Leben der Lenapé und auch der anderen
im Roman vorkommenden Stämme (Irokesen). Der
Autorin ist es gelungen, eine spannende Geschichte
so zu erzählen,
dass der Leser einzelne historisch belegte Tatsachen
nachvollziehen kann und auch viel über das
Alltagsleben der Lenapé erfährt.
Trotz der spannenden Handlung kommen auch Gefühl
und Romantik nicht zu kurz, ohne jedoch ins Klischeehafte
abzugleiten.
Wenn es auch nur ein Roman ist und dieses Genre
immer wieder eine Geschmackssache bleibt: dieses
Buch kann man empfehlen.
Mario Koch
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Interview "Frankfurter
Stadtkurier" -
05. Januar 2010
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