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Der Ruf der Schildkröte (Trommeln am Fluss)
von Sarah Rubal
Hardcover A5, 591 Seiten
ISBN: 978-3-940528-73-5
Preis: 19,90 € (inkl. gestzl. MwSt)

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Rezension "Magazin für Amerikanistik" - 03 / 2009

Dieser dickleibige Roman hat es in sich. Er ist Abenteuerlektüre vom Feinsten und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite.
Die Handlung spiel vor historischem Hintergrund in Nordamerika zwischen 1755 und 1763. Der French- & Indianwar wird von vielen Historikern heute als "der wahre 1. Weltkrieg" bezeichnet. Er begann im Waldland von Pennsylvania und dehnte sich weltweit aus. Nicht nur die Hauptakteure, England und Frankreich, sondern viele andere Staaten waren involviert. In Europa hieß dieser Konflikt der "Siebenjährige Krieg". Er kostete weltweit mehr als 800.000 Menschen das Leben - eine unglaubliche Zahl in dieser Zeit.

Die Autorin befasst sich in ihrem Roman mit einigen tatsächlichen Begebenheiten, die sie packend in Szene zu setzen versteht. Es geht um Maria und Barbara, die Töchter deutscher Auswanderer, die sich in Pennsylvania niedergelassen haben. Ihr Leben im Grenzgebiet zwischen Wildnis und Besiedelung war hart und entbehrungsreich.
Als der Krieg zwischen England und Frankreich beginnt, beziehen auch die Indianervölker Position. Sie kämpfen für die eine oder andere Seite. Französische Offiziere beauftragen ihre indianischen Verbündeten, Siedler im Grenzgebiet zu überfallen. Bei einem dieser Überfälle werden die Eltern von Maria und Barbara getötet. Die beiden Mädchen werden verschleppt. Zwangsläufig tauchen sie in die Welt der Delaware-Indianer ein. Sie werden zu "Weißen Indianern", wie es in jener Zeit nicht so selten war.

Die Autorin hat diese Geschichte mit großer Sachkenntnis und viel Einfühlsamkeit entworfen und umgesetzt. Ihre Sprache ist eindringlich und überzeugend.
Hervorragende Leseunterhaltung und zugleich informativ. Sehr empfehlenswert.

Dietmar Kügler

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Rezension "Frankfurter Stadtkurier" - 13.10.2009

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Rezension "AmerIndian Research" - 04 / 2009

Dieser Roman wird den Leser mit Garantie an die Lederstrumpferzählungen erinnern. Aber er ist auf keinen Fall ein Aufguss dieser grandiosen Geschichte. Vielmehr ist es der Autorin gelungen, ein eigenständiges Werk zu schreiben, das sich teilweise auch mit dem großen Vorbild messen kann.

Der spannend geschriebene Roman basiert auf den tatsächlichen Erlebnissen zweier junger deutscher Mädchen, die in den Wirren des French-Indian War von den Delaware (Lenapé) enführt und in deren Stamm aufgenommen wurden. Die beiden Hauptheldinnen hat es wirklich gegeben, ihre Geschichte ist belegt. Jedoch hat Sarah Rubal die schriftstellerische Freiheit genutzt und unter Einbeziehung tatsächlicher Ereignisse eine sehr spannende Geschichte geschrieben. So weiß man zwar, dass die beiden Frauen in den Stamm aufgenommen worden sind, jedoch haben sie später, nach ihrer Rückkehr, keine Details über ihren Aufenthalt bei den Lenapé erzählt. Die Erlebnisse dort hat sich die Autorin zwar ausgedacht. Jedoch zeugt der Text von großer Sachkenntnis über das Leben der Lenapé und auch der anderen im Roman vorkommenden Stämme (Irokesen). Der Autorin ist es gelungen, eine spannende Geschichte so zu erzählen, dass der Leser einzelne historisch belegte Tatsachen nachvollziehen kann und auch viel über das Alltagsleben der Lenapé erfährt.

Trotz der spannenden Handlung kommen auch Gefühl und Romantik nicht zu kurz, ohne jedoch ins Klischeehafte abzugleiten.

Wenn es auch nur ein Roman ist und dieses Genre immer wieder eine Geschmackssache bleibt: dieses Buch kann man empfehlen.

Mario Koch

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Interview "Frankfurter Stadtkurier" - 05. Januar 2010

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