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Rezension "Amerindian
Research" - Heft 01 / 2009
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Der
Roman von Alfred Wallon schildert eine kurze Phase
aus dem Leben des Apache-Häuptlings Mangas
Coloradas. Die Erzählung beruht auf historischen
Ereignissen: 1837 luden die Einwohner von Santa
Rita del Cobre (Neumexiko) einige hunderte benachbarte
Mimbreno-Apachen zu einer gemeinsamen Feier
in ihre Stadt ein. Einige US-Amerikaner hätten
die Mexikaner aufgehetzt, die Apache anzulocken,
betrunken zu machen und zu massakrieren, um in
den Besitz der Skalpprämien zu gelangen, die
der mexikanische Gouverneur für "wilde" Indianer
ausgesetzt hatte. Der Plan wurde in die Tat umgesetzt
und viele Indianer, unter ihnen zahlreiche Frauen
und Kinder, starben.
Mangas Coloradas, der mit seinen Anhängern
der Einladung nach Santa Rita ferngeblieben
war, entging auf diese Weise dem Massenmord und
organisierte den Widerstand gegen die bisher geduldeten
Mexikaner, die in der Umgebung der Stadt Kupferbergbau
betrieben. Die Rache der Apache war unglaublich
und wirkungsvoll ... Der Roman hält sich jedoch
eng an die historische Vorlage, was man wissen
sollte, um die Dramatik der Ereignisse zu verstehen.
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Rezension "Magazin
für Amerikanistik"
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Alfred
Wallon hat sich in den letzten Jahren durch konsequenten
Fleiß und
Engagement für den Western-Roman einen Namen
gemacht. Der rührige
Persimplex-Verlag hat ihm jetzt die Basis für
historische Indianerromane
gegeben, und Wallon nutzt diese Chance stilsicher
und eloquent.
In seinem neuen Werk erzählt er die Gschichte
der Apachen und ihres großen
Häuptlings Mangas Coloradas. Er führt den
Leser zurück ins Jahr 1837, als die
mexikanische Verwaltung von Chihuahua Prämien
auf Apachenskalps ausschrieb
und eine Gruppe von Skalpjägern sich auf die
Fährte der Mimbreno-Apachen
setzt.
Die Indianer werden in eine Todesfalle gelockt und
gnadenlos
niedergemetzelt, aber Mangas Coloradas schwört
Rache. Die Apachenkriege
gehörten mit zu den rabiatesten und blutigsten
Auseinandersetzungen während
der Besiedelung des amerikanischen Westens. Die Protagonisten
gingen
rücksichtslos gegeneinander vor. Zwar wurden
Führer wie Cochise und vor
allem der unerbittliche Geronimo letztlich besiegt,
aber noch bis ins 20.
Jahrhundert hinein gab es Zusammenstöße
mit Apachen im Süden Arizonas und im
mexikanischen Grenzraum. Sie waren so gefürchtet,
daß die Aufstellung von
Gedenktafeln in den einstigen Apachengebieten bis
heute Aversionen bei den
Nachkommen der frühen Siedler auslöst.
Die Apachen waren Überlebenskünstler in
Gebieten, in denen kaum ein weißer
Mann oder Mexikaner existieren konnte. Noch heute
zeigen sie ihre Anpassungsfähigkeit, wenn man
ihre Reservationen besucht.
Wallon hat ein dramatisches Kapitel der Besiedelung
des Südwestens
aufgegriffen und mit packenden Worten zum Leben erweckt.
Ein gelungener
Roman, eine lohnende Lektüre.
Dietmar Kuegler
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