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Mangas Coloradas
von Alfred Wallon
A5, Hardcover, 175 Seiten
ISBN: 978-3-940528-39-1
Presi: 19,90 € (inkl. gesetzl. MwSt.)

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Rezension "Amerindian Research" - Heft 01 / 2009

Der Roman von Alfred Wallon schildert eine kurze Phase aus dem Leben des Apache-Häuptlings Mangas Coloradas. Die Erzählung beruht auf historischen Ereignissen: 1837 luden die Einwohner von Santa Rita del Cobre (Neumexiko) einige hunderte benachbarte Mimbreno-Apachen zu einer ge­meinsamen Feier in ihre Stadt ein. Einige US-Amerikaner hätten die Mexikaner aufgehetzt, die Apache anzulocken, betrunken zu machen und zu massakrieren, um in den Besitz der Skalpprämien zu gelangen, die der mexikanische Gouverneur für "wilde" Indianer ausgesetzt hatte. Der Plan wurde in die Tat umgesetzt und viele Indianer, unter ihnen zahlreiche Frauen und Kinder, starben.

Mangas Coloradas, der mit seinen Anhängern der Einla­dung nach Santa Rita ferngeblieben war, entging auf diese Weise dem Massenmord und organisierte den Widerstand gegen die bisher geduldeten Mexikaner, die in der Umgebung der Stadt Kupferbergbau betrieben. Die Rache der Apache war unglaub­lich und wirkungsvoll ... Der Roman hält sich jedoch eng an die historische Vorlage, was man wissen sollte, um die Dramatik der Ereignisse zu verstehen.
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Rezension "Magazin für Amerikanistik"

Alfred Wallon hat sich in den letzten Jahren durch konsequenten Fleiß und Engagement für den Western-Roman einen Namen gemacht. Der rührige Persimplex-Verlag hat ihm jetzt die Basis für historische Indianerromane gegeben, und Wallon nutzt diese Chance stilsicher und eloquent. In seinem neuen Werk erzählt er die Gschichte der Apachen und ihres großen Häuptlings Mangas Coloradas. Er führt den Leser zurück ins Jahr 1837, als die mexikanische Verwaltung von Chihuahua Prämien auf Apachenskalps ausschrieb und eine Gruppe von Skalpjägern sich auf die Fährte der Mimbreno-Apachen setzt.

Die Indianer werden in eine Todesfalle gelockt und gnadenlos niederge­metzelt, aber Mangas Coloradas schwört Rache. Die Apachenkriege gehörten mit zu den rabiatesten und blutigsten Ausein­andersetzungen während der Besiedelung des amerikanischen Westens. Die Protagonisten gingen rücksichtslos gegeneinander vor. Zwar wurden Führer wie Cochise und vor allem der unerbittliche Geronimo letztlich besiegt, aber noch bis ins 20. Jahrhundert hinein gab es Zusammenstöße mit Apachen im Süden Arizonas und im mexikanischen Grenzraum. Sie waren so gefürchtet, daß die Aufstellung von Gedenktafeln in den einstigen Apachengebieten bis heute Aversionen bei den Nachkommen der frü­hen Siedler auslöst.

Die Apachen waren Überlebenskünstler in Gebieten, in denen kaum ein weißer Mann oder Mexikaner existieren konnte. Noch heute zeigen sie ihre Anpassungsfähigkeit, wenn man ihre Reservationen besucht. Wallon hat ein dramatisches Kapitel der Besiedelung des Südwestens aufgegriffen und mit packenden Worten zum Leben erweckt. Ein gelunge­ner Roman, eine lohnende Lektüre.

Dietmar Kuegler


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