Nun liegt der 4. Band der von Peter Marsh konzipierten
und geschriebenen Reihe „Das Herz der Sioux" vor.
Im Zentrum der Handlungen stehen diesmal die furchtbaren
Ereignisse in Minnesota im Jahr 1862, als die Santee
sich nach endlosen Betrügereien der Regierungsbehörden
und Reservationslieferanten erhoben und den größten
Indianerkrieg in dieser Region begannen, der Hunderte
von Opfern forderte. Letztlich unterlagen die Santee,
und es sollten über 100 Jahre vergehen, bis
der Staat offiziell anerkannte, daß dieser
Aufstand durch Fehlverhalten der Behörden
provoziert worden war.
Fast gleichzeitig findet weiter im Westen der
nächste große Schritt der Kolonisierung
des Landes statt - das Feuerroß bahnt sich
seinen Weg durch das Land der Sioux.
Peter Marsh thematisiert diese verschiedenen Elemente
der Sioux-Geschichte in den 1860er Jahren und bündelt
sie zu einer verzweigten, gleichwohl eng miteinander
verknüpften Geschichte, in deren Velauf eine
atemlose Spannung entsteht.
Den Höhepunkt bilden die Ereignisse von Red
Clouds Krieg, als Fort Phil Kearny in den Focus
der Völker auf den nördlichen Plains
rückt und Ereignisse wie die Wagenkastenschlacht
und das Fetterman-Massaker die amerikanische Nation
bewegen.
Neben all den historischen Ereignissen, die zu
einer dramatischen Veränderung der Lebenswelt
der Sioux führten, gibt dieser Roman auch
wieder Einblick in das alltägliche Leben der
indianischen Kulturen. Die handelnden Personen
erscheinen vor dem Blick des Lesers nicht als papierne
Gestalten, sondern als lebende Menschen mit Emotionen
und Fehlern, Stärken und Schwächen. So
wird Geschichte lebendig.
Wie immer fließt ein Teil der Verkaufserlöse
in den Lakota-Hilfsfond „Chanku Luta - Der
Rote Weg" zur Unterstützung von Lakota-Familien
auf Pine Ridge und Rosebud.
Dietmar Kuegler